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Es ist ein Wunder!
Das neue Evangelische Gesangbuch im Rheinland

© für das Manuskript bei Heinz-Peter Katlewski, 1996. 


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QuartEG - Ein Spiel mit 48 Liedern aus dem EG auf Quartettkarten 


für Studio ECK - Evangelische Radiowerkstatt im Bürgerfunk von Radio Erft
Donnerstag, 5. Dezember 1996, 20:04 - 20:59 Uhr

Teil 4 (von 7)

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Bis Sonntag ist in der Evangelischen Johanniskirche in Brühl am Rodderweg eine Ausstellung zu sehen unter dem Titel „Mit Lust und Liebe singen - Evangelische Gesangbücher von 1524 bis 1996“. Darunter sind auch Gesangbücher von ausländischen Gemeinden hier in Deutschland und deutschsprachige Gesangbücher, die im Ausland verwendet werden. Der Brühler Presbyter Andreas Wittenberg hat die Ausstellung zusammengestellt.

O-Ton 6 (Interview Andreas Wittenberg)
Ich war zweimal beruflich längere Zeit in den Vereinigten Staaten. Und da sind wir in Pennsylvania an die Amish Mennoniten geraten, und die singen ja heute noch aus einem Gesangbuch, was im 16. Jahrhundert hier in Deutschland zum ersten Mal gedruckt worden ist. Das ist das älteste, ununterbrochen im Gebrauch befindliche Gesangbuch, jetzt über 400 Jahre alt. Und da habe ich angefangen, mich nicht nur um die deutschen Gesangbücher, sondern auch um deutsche Gesangbücher in Amerika zu interessieren und habe eine Menge Gesangbücher gefunden und nach Deutschland mit zurückgebracht, die in deutscher Sprache in Amerika gedruckt worden sind. An denen fällt auf, dass sich Lieder dort viel länger halten als bei uns, weil man als Auswanderer enger an dem festhält, was man gewohnt war, als man ins Ausland ging.

Frage: Wir haben in diesem Gesangbuch ja auch eine ganze Menge Lieder, in dem neuen Gesangbuch, aus anderen Ländern.

Da ist unsere Rheinische Kirche der Vorreiter gewesen. Es gab im letzten Jahrhundert eine Welle, wo Gospels aus Amerika, schon im letzten Jahrhundert, hier nach Deutschland importiert und übersetzt wurden. Aber in diesem Jahrhundert und ernstzunehmen und auch bleibend war’s die Rheinische Kirche. Die hat mit dem Evangelischen Kirchen-Gesangbuch von 1969 den Schritt in die Ökumene schon getan zu einem Zeitpunkt wo die anderen ihre Gesangbücher schon rausgegeben hatten. Und jetzt stehen ja viele Lieder, an die achtzig, die aus anderen Sprache ins Deutsche übersetzt worden sind im neuen Gesangbuch drin. Und sehr häufig steht auch die Originalstrophe in der Originalsprache dabei. Ich finde das gut. Denn ein Gesangbuch darf kein Museum für alte Lieder sein. Es muss schon ein bisschen mehr für alle Generationen was bieten. Und jeder soll für seine Interessenlage und seine Seelenlage Lieder drin finden. Und da gehören auch etwas ungewohnte, manchmal schmissige Lieder aus dem Ausland dazu.

Musik 5 ((nach ein paar Takten unter die folgende Zwischenmoderation legen, dann wieder hochziehen))

Die Ausstellung in Brühl ist noch bis Sonntag, also bis zum 2. Advent zu sehen und zwar in der Johanniskirche am Rodderweg. Am Freitag ist sie von 10 bis 13 und von 15 - 18 Uhr geöffnet. Am Samstag und Sonntag nach den Gottesdiensten bis 18 Uhr.

Wie es zu dem neuen Evangelischen Gesangbuch kam und was für eine Idee dahinter steckt, darum geht es nach der Musik im Gespräch mit Oberkirchenrätin Gisela Vogel. Sie hat auf verschiedenen Ebenen seit 1983 daran mitgearbeitet.

((weiter)) Musik 5


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