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Es ist ein Wunder!
Das neue Evangelische Gesangbuch im Rheinland


© für das Manuskript bei Heinz-Peter Katlewski, 1996. 


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für Studio ECK - Evangelische Radiowerkstatt im Bürgerfunk von Radio Erft
Donnerstag, 5. Dezember 1996, 20:04 - 20:39 Uhr

Teil 5 (von 7)

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Vor ziemlich genau 18 Jahren beschlossen die Evangelischen Kirche in Deutschland und der Bund der Evangelischen Kirchen der DDR gemeinsam ein neues Evangelisches Gesangbuch zu erarbeiten. Am 31. Oktober 1993 endlich erschien der Stammteil mit 535 Liedern als Evangelisches Gesangbuch verschiedener ostdeutscher Landeskirchen. 1994, ein Jahr später, kamen die meisten anderen landeskirchlichen Ausgaben in die Gemeinden. Die Ausgabe von Rheinland, Westfalen und Lippe dagegen wurde erst vor ein paar Tagen, nämlich am 1. Advent, eingeführt. Sie enthält im Regionalteil 160 weitere Lieder. Über diese Ausgabe sprach ich in Düsseldorf im Landeskirchenamt der Evangelischen Kirche im Rheinland mit der zuständigen Oberkirchenrätin Gisela Vogel. Was ist das Besondere am neuen Evangelischen Gesangbuch?

O-Ton 7 (Interview mit OKRin Gisela Vogel)

Das Besondere dieses Gesangbuchs ist, dass es nicht nur für den Gottesdienst gedacht ist. Darum heißt es auch nicht mehr Evangelisches Kirchengesangbuch, sondern Evangelisches Gesangbuch, weil wir darauf Wert gelegt haben, dass dieses Buch ein Hausbuch wird, in dem Gemeindeglieder auch etwas finden können, was sie für Familie, Haus, auch dann für die Arbeit in der Gemeinde gebrauchen können.

Frage: Was ist jetzt das Besondere, dass es zum Hausbuch macht?

Die Tatsache, dass Sie jetzt auch für das persönliche Leben Psalmen beten können dass sie Anleitungen bekommen, wie häusliche Andachten gestaltet werden können. Dass sie Gebetshilfen bekommen für fast alle wichtigen Lebenslagen, wo auch seelsorgerliche Hilfe nötig sein würde. Dass Sie Anleitung bekommen, wie mit Kindern gebetet werden kann, wie mit Sterbenden umgegangen werden kann, wie sie begleitet werden können in dieser schweren Zeit, ist für Familien, die Sterbende zu Hause haben, eine ganz wichtige Sache.

Frage: Das Rheinland und Westfalen und Lippe sind ja ziemlich spät dran mit dem neuen Gesangbuch. Warum so spät und warum 160 eigene Lieder, andere Lieder als die anderen?

Das Evangelische Kirchengesangbuch ist in dem Raum der Kirchen, die Sie eben genannt haben, 1969 erst eingeführt worden. In den anderen Kirchen bereits 1950. Wir waren also 19 Jahre später dran mit dem jetzigen Evangelischen Kirchengesangbuch, weil wir schon damals einen sehr vorwärtsweisenden landeskirchlichen Liederteil hatten. Lieder für den Regionalteil, das hängt damit zusammen, dass jede Kirche, ja auch eine bestimmte Prägung hat. Hinzu kommt aber, dass wir ja einen so umfangreichen Stellungnahmeprozess gehabt haben, der uns deutlich gemacht hat, dass hier ein, ja gewisser Traditionsbestand schon auch von neuerem Liedgut da ist, auf den die Gemeinden nicht mehr verzichten wollen. Und das hat eben zu diesen 160 Liedern geführt, die die Gemeinden haben wollen und die im Stammteil nicht vertreten waren.

Frage: Sind denn jetzt nach Ihrer Meinung die Liederblätter überflüssig geworden? Das ist ja das, was die Gemeinden in den letzten Jahren begleitet hat.

Es wird sich nicht vermeiden lassen, und es sollte auch nicht verhindert werden, dass immer wieder auch neue Lieder entstehen. Nur im Augenblick, denke ich, bietet dieses Buch mit immerhin 695 Liedern eine solche Bandbreite, dass es sich lohnen würde in der Beschränkung auf diese 695 erst einmal auszuloten, welche Schätze da eigentlich sind.

Musik 6


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