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Anlass

Neue Gesangbücher für die Kirchen
Die Geschichte protestantischer Gesangbücher bis zum EG, der ökumenische Sonderweg in der Schweiz, Pläne für ein neues katholisches "Gotteslob" und andere Gesangbücher

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Die meisten Landeskirchen der EKD und der Evangelischen Kirche in Österreich führten das neue Evangelische Gesangbuch bereits zu Beginn des neuen Kirchenjahres 1994 ein. Im Rheinland war es erst 1997 soweit. Je nach Region ist das EG zwischen 1000 und 1700 Seiten dick, und je nach Ausgabe wiegt es zwischen einem Pfund  und einem knappen Kilo. 

Fast unbemerkt von der Öffentlichkeit entwickelte es sich auch dieses Mal zu einem Bestseller. Kein Wunder, denn es ist ein Gebrauchsbuch, das voraussichtlich 20 bis 30 Jahre in den Kirchenbänken liegen wird. Für die Evangelische Kirche im Rheinland ist ist es die vierte einheitliche Ausgabe, denn erst im 19. Jahrhundert begann dieser Prozess der Vereinheitlichung.

Die reformierten Kirchengemeinden der deutschsprachigen Schweiz haben sich dem EG nicht angeschlossen. Stattdessen suchten sie eine enge Zusammenarbeit mit der Katholischen Kirche der Schweiz.  Am 1. November 1998 übergaben beide Konfessionen in Luzern im Rahmen eines ökumenischen Gottesdienstes die neuen Gesangbücher - das RG (Evangelisch-reformiertes Gesangbuch) und das KG (Katholisches Gesangbuch) - feierlich ihren Gemeinden. 

Nach einer Vorbereitungszeit von fünfeinhalb Jahren ist zum Erntedankfest 2002 auch ein neues Gesangbuch der Evangelisch-methodistischen Kirche eingeführt worden. Es gilt für den gesamten deutschsprachigen Bereich der bischöflich-methodistischen Kirchen in Deutschland, Österreich und der Schweiz und löst das 1969 in der Bundesrepublik und 1971 in der DDR erschienene Gesangbuch sowie das Ergänzungsheft „leben und loben“ (BRD 1987, DDR 1989) ab. A

nfang März 2003 erhielten auch die Altkatholiken in Deutschland und Österreich ihr neues Gesangbuch "Eingestimmt" in das auffällig viele Lieder und Gesänge aufgenommen wurden, die erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts entstanden sind, darunter viele aus Taizé.

Mit dem Frühjahr 2002 haben auch die zuständigen Gremien der Römisch-Katholischen Kirche in Deutschland und Österreich begonnen, ein neues Gemeinsames Gesang- und Gebetbuch zu erarbeiten, das das bisher gültige "Gotteslob" in einigen Jahren ablösen soll.

Manuskripte


Beiträge für

BR 1, DER WEG, 
Deutsche Welle, DLF, 
NDR 4, Ö1,  DRS 2, 
SR 2, Studio ECK, 
SWF 1, WDR 5


Einige Bücher

Einige CDs 

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Evangelisches Gesangbuch für das Rheinland, Westfalen, Lippe und die Evangelisch-reformierte Kirche in Deutschland

Evangelisches Gesangbuch
u.a. ISBN 3-78871-041-1
1648 Seiten

Abgebildet ist die Ausgabe für das rheinische EG. Die Gesangbücher für die Evangelischen Landeskirchen unterscheiden sich nach Inhalt und Design. Gemeinsam ist allen ein Stammteil aus  535 Liedern und Gesängen, der jeweils ergänzt wird durch ein landeskirchliches Repertoire.  Texthervorhebungen und optisches Layout unterscheiden sich farblich nach drei Grundtypen: die berlin-brandenburgische Variante (einfach, zeitlos), die bayerische (dezent farbig: gelb, mint und blassviolett, 62 Bilder in schwarz-weiß) und die rheinische (karminrot und hellgrau). Lieder, die sich auch im katholischen "Gotteslob" finden, sind mit einem "ö" gekennzeichnet.

 

Bestellen "Gesangbuch der Evangelisch-reformierten Kirchen der deutschsprachigen Schweiz"

Katholisches Gesangbuch - Gesang- und Gebetbuch der deutschprachigen Schweiz

Evangelisch-Reformiertes
Gesangbuch

ISBN 3-7245-0989-8
1131 Seiten

Katholisches Gesangbuch
ISBN 3-9521507-1-1
959 Seiten

Bei der Vorbereitung und Einführung ihrer neuen Gesangbücher haben die beiden großen Konfessionen in der Schweiz versucht, soviel Kooperation wie möglich walten zu lassen. In beiden Gesangbuchausschüssen saß jeweils ein Vertreter der "anderen Seite" als Beobachter und Berater dabei. Und so gelang es nicht nur viele gemeinsame Lied- bzw. Gesangversionen aufzunehmen, beide Seiten haben sich auch von der Tradition der anderen inspirieren lassen. Das RG wurde liturgischer und übernahm einen Teil katholischer Gottesdienstgesänge, das KG partizipierte am protestantischen Liedgut. 
 

Eingestimmt.
Gesangbuch des Katholischen Bistums 
der Alt-Katholiken in Deutschland

ISBN 3-934610-21-8
Alt-Katholischer Bistumsverlag, Bonn 2003
832 Seiten

 

Hier das Gesangbuch der Alt-Katholiken bestellt werden. Bitte klicken.

Kleines Nachschlagewerk zum Evangelischen Gesangbuch

Kleines Nachschlagewerk
zum Evangelischen Gesangbuch

ISBN 3-583-12400-6
Claudius Verlag Weimar
216 Seiten

Die meisten Ausgaben des EG enthalten im Anhang Kurzbiografien zu Liedautoren und -komponisten. In Bayern und Thüringen haben sich die Verantwortlichen dagegen  entschieden und stattdessen dazu ein kleines Büchlein herausgebracht.

Es enthält darüber hinaus:

  • Informationen zu den Malern der abgedruckten Bilder, 

  • eine Einführung zur liturgischen Liederkunde, 

  • einen Aufsatz zum "lutherischen" Psalmsingen im Vergleich zum gregorianischen Psalmodieren,

  • Erläuterungen zu den Veränderungen der Gottesdienstordnungen

  • Verzeichnisse von Kanons, Liedern aus anderen Sprachen und Ländern, mehrstimmigen Sätzen,  Kinderliedern, Bibelbezügen in Liedern in der bayerisch-thüringischen EG-Ausgabe.


Bestellen bei amazon.de: Wolfgang Herbst (Hg.), Wer ist wer im Gesangbuch?

Wolfgang Herbst (Hg.),
Wer ist wer im Gesangbuch?

ISBN 3-525-50323-7
Vandenhoeck&Ruprecht Göttingen 2.Auflage 2001
364 Seiten

Ein anspruchsvolles Nachschlagewerk für den Stammteil des Evangelischen Gesangbuchs (EG 1 - 535) hat der Heidelberger Hymnologe Wolfgang Herbst gemeinsam mit mehr als 90 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern herausgegeben. Die Ergänzungen in den regionalen Ausgaben berücksichtigt dieses Buch nur insoweit, als weitere Lieder eines Textautors oder Liedkomponisten dort Einzug gehalten haben. Nach diesen Kriterien wird auch das katholische "Gotteslob" erwähnt. Die erst 1998 herausgekommenen Schweizer Gesangbücher RG und KG (siehe oben) sind auch in diese aktualisierte Neuauflage nicht eingearbeitet worden.

Zu jedem "Liedermacher" werden die wichtigen Lebensdaten präzise angegeben. Außerdem gibt es stets eine kleine informative Biografie. Bei bedeutenden Namen aus Geschichte und Gegenwart fällt die schon mal ausführlicher aus, z.B. bei  dem Johann Crüger (Melodien zu "Wie soll ich Dich empfangen" oder "Lobet den Herren, alle die ihn ehren"), Paul Gerhardt (Texte zu "Ich steh an deiner Krippen hier" und "Befiehl du deine Wege"), Nikolaus Herman (Text und Melodie von "Lobt Gott, ihr Christen alle gleich"), Martin Luther (allein 34 Lieder im EG), Rolf Schweizer (Melodie zu "Singet dem Herrn ein neues Lied, denn er tut Wunder") oder Dieter Trautwein (Text und Melodie zu "Komm Herr, segne uns" und "Weil Gott in tiefster Nacht erschienen"). Ausführlich gewürdigt werden auch wichtige ältere Sammlungen, z.B. das Hallesche Gesangbuch von 1704 ("Macht hoch die Tür") oder das Hannoversche Gesangbuch von 1646 ("Nun singet und seid froh"). Wer weiterforschen will,  findet in vielen Fällen auch reiche Literaturangaben.  


Bestellen von "Werkheften zum Katholischen, Reformierten und Christktholischen Gesangbuch"

Werkhefte (mit CD):
Vielfalt der Formen -
Arbeitshilfen zum Katholischen, Reformierten 
und Christkatholischen Gesangbuch der Schweiz

ISBN 3-85603-017-4
ISBN 3-7245-1032-2
ISBN 3-290-17941-9
Verlag Cavelti Gossau SG 1998/
Friedr.Reinh.Verl.Basel/ Theolog.Verlag Zürich
140 Seiten

Die 4-bändige Serie " Werkhefte" ist ein ökumenisches Projekt in der deutschsprachigen Schweiz zur Begleitung der neuen Gesangbücher der Kirchen. Die Christkatholische (= Altkatholische) Kirche der Schweiz hat dabei sogar ihrem neuen "Gesang- und Gebetbuch" um einige Jahre vorgegriffen: Soweit ich weiß, ist es noch nicht herausgekommen. Zu jedem einzelnen Werkheft ist eine CD erhältlich.

  • Werkheft 1 (Vielfalt der Formen) widmet sich dem ökumenischen Repertoire in Liedern und Gesängen und ihrer Verwendung in unterschiedlichen gottesdienstlichen Situationen. Es enthält u.a. zu 51 Liedern Hintergründe und Hinweise. Wichtig: ein ausführliches Glossar von "A" wie Advent bis "W" wie Wechselgesang.

  • Werkheft 2 (Wege zum Lied) erörtert in einer Reihe von Aufsätzen wie Lieder und Gesänge genutzt werden können, welche Möglichkeiten es gibt, sie der Gemeinde zu vermitteln und welche Rolle die musikalische Begleitung spielen kann.

  • Werkheft 3 (Psalmen) hebt diesen Teil der biblischen Poesie besonders heraus und macht die Erfahrungen, die sich dahinter verbergen zum Thema für unterschiedliche Situationen in der Gemeinde.

  • Werkheft 4 (Innehalten im Tageskreis) betrachtet das ökumenische Repertoire der Gesangbücher unter dem Aspekt der Meditation.


Bestellen "Cantionale zum Katholischen Gesangbuch"

Cantionale
zum Katholischen Gesangbuch

ISBN 3-951507-4-6
Verlag Cavelti Gossau SG 1999
440 Seiten

Ein Buch, das sich vor allem an die Vorsänger im Gottesdienst richtet und eine Ergänzung darstellt zum Schweizer Katholischen Gesangbuch. Hier enthalten sie ausführliche Informationen zum Psalmodieren, also der Kantillation der Psalmen nach gregorianischer Tradition. Außerdem stellt es Gesänge und Handreichungen zu den Wort-Antwort-Teilen der Liturgie zur Verfügung. Für den mehrstimmigen Gesang enthält das Schweizer Cantionale Vorschläge für  musikalische Dialoggebete von Chor und Gemeinde.


Einige CDs

Einige Bücher 

 
 

Bestellen der CD "Liederfest" beim FFFZ Düsseldorf

Liederfest
anlässlich der Einführung des neuen Evangelischen Gesangbuches

Live-Mitschnitt aus der Gruga-Halle Essen
CD 1: 58:45
CD 2: 56:53
FFFZ Düsseldorf

Zwei Jahre später als die meisten anderen Landeskirchen hatte auch die rheinische Kirche ihren Anhang zum neuen Evangelischen Gesangbuch abgeschlossen. Ihr EG stellte sie mit einem großen Event am 1. Advent 1996 in der Essener GRUGA-Halle vor. 15 Lieder aus der neuen Sammlung wurden im Rahmen eines Liederfestes vorgestellt und mit Kirchen- und Kinderchören, Posaunenensembles und einzelnen Instrumentalisten sowie mit Hilfe Tausenden von Gläubigen eingesungen. Zwischen diesen Stücken fand unter Leitung des Kölner "Event"-Pfarrers Uwe Seidel eine Art Talk-Show über das moderne Kirchenlied statt mit allerlei liederlicher Prominenz: dem Komponisten Prof. Oskar Gottlieb Blarr, dem Liederdichter Eckart Bücken, dem Liederschreiber Dr. Dieter Trautwein und dem damaligen badischen Landeskantor Prof. Rolf Schweizer. Die Chanson-Sängerin Margot Werner sorgte für eine Gesangsinterpretation des Mirjam-Liedes (EG 680 "Im Lande der Knechtschaft"), die zwar im Kirchenraum kaum je wiederholt werden dürfte, dafür aber die gewollte Einheit von Text und Melodie wunderbar vorführte. Die Live-Atmosphäre dieser CDs ist  inspirierend und viel ansteckender als manche andere Studioproduktion zur Präsentation des EG-Repertoires. Dass gelegentlich die Mikrofone nicht ideal platziert waren oder die Regler zu früh oder zu spät aufgezogen wurden, ändert an diesem Gesamteindruck nichts. 

Die beiden CD's werden weder beim FFFZ noch im Shop des Medienverbandes der Evangelischen Kirche im Rheinland gelistet. Ob eine direkte Anfrage aussichtsreich ist, vermag ich nicht zu beurteilen.


CD "Ein neues Lied" per E-Mail-bestellen beim Gesangbuchverlag Stuttgart

Ein neues Lied
(Lieder aus dem Evangelischen Gesangbuch)

Gesamtspielzeit: 41:31
Imatel/Gesangbuchverlag Stuttgart
20-seitiges Begleitheft mit Texten

 

"Klassik" lautet die Kategorie in die die Produzenten diese ersten CD zum neuen EG gern eingeordnet wissen möchten. Die Lieder sind allerdings durchweg 1994 neu in den Stammteil des Evangelischen Gesangbuches aufgenommen worden. Darunter sowohl ältere religiöse "Volkslieder" wie "Der Mond ist aufgegangen", als auch neuere religiöse Liedermacherei aus den sechziger und siebziger Jahren (Beispiel: Komm Herr, segne uns). Die Arrangements sind in der Regel allerdings durchaus frisch.

Gesangbuchverlag Stuttgart
Augustenstr. 124
70197 Stuttgart
Tel: 0711/ 23643-96
Fax: 0711/ 23643-43

CD "Ich lobe meinen Gott" per E-Mail-bestellen beim Gesangbuchverlag Stuttgart

Ich lobe meinen Gott
(Lieder aus dem Evangelischen Gesangbuch)

Gesamtspielzeit: 35:52
Imatel/Gesangbuchverlag Stuttgart
16-seitiges Begleitheft mit Texten

 

Diese CD will eigentlich ein Kontrastprogramm darstellen. Deshalb ist sie mit dem Stempel "Pop" versehen worden. Sie klingt freilich nicht so, als ob hier jemand mit Leidenschaft Pop-Arrangements an Kirchenliedern ausprobiert hat. Es scheint ein eher lustloser Versuch gewesen zu sein, dem Druck in den Gemeinden nachzugeben, modernere Klänge ins Gotteshaus zu holen. Es gibt jedenfalls bessere Aufnahmen. Bemerkenswert an dieser Scheibe ist allein, dass sie die erste in einem offiziellen Gesangbuchverlag war, die mit dem Anspruch "Pop" auf den Markt kam.

Gesangbuchverlag Stuttgart
Augustenstr. 124
70197 Stuttgart
Tel: 0711/ 23643-96
Fax: 0711/ 23643-43

 

 
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