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Noten bei Notenbuch.de

 

 

 

Die Forschungsstelle für Musik- und Medientechnologie.
Eine musikwissenschaftlich und musikpädagogisch orientierte Einrichtung an der Universität Osnabrück


© für das Manuskript bei Heinz-Peter Katlewski, 2000 


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für Deutschlandfunk "Musikszene"
Sonntag, 30. April 2000, 15:05 - 15:58 Uhr

Teil 10 (von 15)

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Audio 10


Dieses Problem bereitet vor allem die Notendarstellung. Wollte man alle möglichen Notierungen graphisch – also durch Bildsymbole – darstellen, wären die Möglichkeiten eines Programms schnell am Ende. Wie kann es flüssig mit der Transponierung von einer Tonart in die andere, mit Taktänderungen, mit Melodievarianten, mit Veränderungen des Ausdrucks umgehen? Wie kann es Noten generieren ohne dafür Notenbilder aufrufen zu müssen? Der Musikwissenschaftler und Informatiker Michael Gieseking schreibt in Osnabrück darüber seine Doktorarbeit:

O-Ton 13 (Martin Gieseking, Osnabrück)
Gerade im Zusammenhang mit Lernanwendungen wo Noten dargestellt werden müssen, ist das sicher ne elementare Sache, weil man da mit Bildern nicht so weit kommt. Wenn das auch ein adaptives Programm sein soll, was sich auf den Lerner einstellt, dann muss man eben für den angemessene Notenbilder erzeugen, die kann man nicht alle vorrätig halten als Bilder in dem man sie eingescannt hat oder anderweitig. Da muss man irgendwie dynamisch vorgehen. Es ist ja wie damals die Notenstechereien. Die haben ja einerseits die flexiblen, variablen Elemente gestochen direkt mit so 'nem Zirkel, so 'nem Stichel. Und die immer gleich bleibenden Elemente, wie Notenköpfe, Fähnchen usw., die wurden gestempelt mit so vordefinierten Stempeln und so ähnlich funktioniert das hier auch. Also, die flexiblen Zeichen, Bögen und Balken werden als Grafikelemente gezeichnet und die festen statischen – Notenköpfe, wie gesagt und Schlüssel, und so weiter, die werden durch einen Font dargestellt und dann entsprechend zusammengebaut, dass man die Notengrafik sieht.

Sogenannte Fonts liegen beim Schreiben von Texten im Computer auch den Schriftzeichen zugrunde. So einfach, wie es klingt, ist auch diese Programmierung freilich nicht, jedenfalls dann nicht, wenn die Ergebnisse am Ende für Anwender verlässlich sein sollen. Interessant wird es vor allem, wenn die Notendarstellung quasi zeitgleich mit der Eingabe der Noten erfolgen soll, also unmittelbar dann, wenn jemand sie spielt. Bislang ist dieses Problem weltweit noch nicht endgültig gelöst, aber hier – in der Forschungsstelle Musik- und Medientechnologie ist man guter Hoffnung durch Martin Giesekings Arbeit den Durchbruch zu schaffen.


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