|
Martin
Luther (*10.11.1483 in Eisleben, +18.02.1546 in Eisleben) wurde innerhalb
von 14 Jahren gleich zweimal mit einem Lutherjahr gewürdigt: 1983
anlässlich des 500. Geburtstag und 1996, zur 450. Wiederkehr des
Sterbejahres. Während das Geburtstagsjubiläum an den Orten der
Reformation in der damaligen DDR stark unter dem Einfluss politischer Instrumentalisierung stand, wurde die erneute
Erinnerung im sechsten Jahr der deutschen Einheit sowohl ein touristischer
Erfolg als auch eine Gelegenheit, die fortwirkende Bedeutung des
Reformators zu diskutieren.
Er
hat mit einer entlaufenen Nonne, seiner Ehefrau Katharina von Bora (genannt
die Lutherin) das
offene evangelische Pfarrhaus begründet. Das ist die vielleicht
offensichtlichste Neuerung der Reformation, die bis in unsere Tage in den
evangelischen Kirchen fortdauert - obwohl diese Institution ihren zentralen Charakter für die
Gemeinde heute zunehmend zu verlieren scheint.
Lebendig
geblieben ist die lutherische Tradition des Gemeindegesangs. Sie hat über
die Jahrhunderte hinweg freilich mancherlei Reform erfahren. Die Ansprüche an
die Qualität von Text, Melodie, Rhythmus und Begleitung sind heftig
umstritten. Doch diese Debatte hat zumindest in den deutschsprachigen
Ländern längst ökumenische Qualität gewonnen - auch in katholischen
Kirchen singt heute die Gemeinde.
Was
ist von Luther zu lernen? Und in welchem Umfeld hat er selbst gelernt und
ist darüber zum Reformator geworden? Bei welchen Themen wird es Zeit,
sich von ihm zu emanzipieren? Ein Beispiel für die Schwierigkeiten auf
diesem Weg findet sich im Lebensweg des Theologen und einstigen Hamburger
lutherischen Hauptpastors Paul Schütz (1891-1985).
Diese Fragen stellten sich 1996
nicht nur protestantische Theologen, sondern auch katholische auf
größeren und kleineren Tagungen und Konferenzen. 1999 kam es
schließlich bei einem wichtigen theologischen Konfliktthema der
Reformation zu einer gemeinsamen Erklärung des Lutherischen Weltbundes
mit der Katholischen Kirche - dem der Rechtfertigungslehre. Ende
2003 schließlich wird Luther reif für den Spielfilm, gespielt vom
glutäugigen "Shakespeare"-Darsteller (1998: Shakespeare in
Love) Joseph Fiennes.
|
Manuskripte
|
Beispiele
|
Christentum
|
|
Islam
|
|
Judentum
|
|
andere
Religionen
|
|
Interreligiöses
|
|
|
Einige
Links |
Beiträge für
BR 1, DLF, DW,
HR 1, NDR 4,
ORB Radio Brandenburg,
Studio ECK, ORF/Ö1,
SDR 1, SR 2, SWF 1,
WDR 5
|
|
Veröffentlichungen zur
Reformation, ...
... zu Martin
Luther und anderen Persönlichkeiten der Reformation, der
Vorreformation und natürlich auch Gegenreformation gibt es unzählige aus unterschiedlichsten Blickwinkeln,
etwa denen der Geschichtswissenschaften, der Theologie oder der
Sprachwissenschaften.
Hier einige erste Suchergebnisse aus dem Katalog von
amazon.de:
|