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Anlass

Music,  Action, Bibel und Gesangbuch
Die Kirchen und die Vielfalt der Medien


Als Martin Luther - einer populären Legende zufolge - am 31. Oktober 1517 seine 95 Thesen gegen den Ablass an die Wittenberger Schlosskirche schlug, war das noch kein ein öffentliches Ereignis. Tatsächlich hatte er sein Diskussionspapier Briefen beigefügt und wollte zunächst nur eine Debatte unter Theologen anzetteln. Abschriften und schließlich die damals noch junge Technik des Buchdrucks machten daraus schließlich ein öffentliches Ereignis. Spätere Schriften Luthers, vor allem aber seine Bibelübersetzung, verbreiteten sich durch den Buchdruck. Er vermittelte nicht nur diese neue Theologie, sondern ermöglichten auch eine Debatte darüber. Das Druckwerk wurde zum Mittler, zum "Medium". Im Verbund mit den politischen Konstellationen jener Zeit begründeten diese neuen Medien sogar ein neues Bekenntnis und eine neue Kirche. Luther nutzte nicht nur die Druckerpresse. Er vermittelte den Evangelischen mit der Einführung des Gemeindegesang sowohl die Botschaft als auch eine persönliche Erfahrung: Gemeinschaft. Aber auch am Anfang dieses Kommunikationsprozesses steht hier ein Büchlein, das mit Liederblättern und Liedersammlungen zahlreiche Nachfolger gefunden hat: 1524, Luthers "Wittenberger Chorgesangbuch". 

Gesangbücher, Gemeindegesang, Kirchenchor und schließlich Kirchenmusik werden für Jahrhunderte typische Ausdrucksformen für evangelische religiöser Kultur. Erst allmählich bezieht sie auch die katholische Kirche ihre gottesdienstliche Praxis mit ein. Der endgültige Durchbruch dafür erfolgt mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil Anfang der 60er Jahre des 20. Jahrhunderts. 

Gesangbücher und Liederhefte sind immer noch wichtig, deshalb wird der Liederkanon stets nach einigen Jahrzehnten einer Generalrevision unterworfen. Aber mit der fortschreitenden Moderne kommen immer wieder neue Formen der Vermittlung und der Beteiligung hinzu. Neben die alten treten die neuen Medien: Formen der Unterhaltung, populäre Musik, Spiele, Theater, Bibliodrama, schließlich Filme, interaktive Speichermedien und das Internet. Ohne "Relitainment" - wie diese Kommunikationsformen von ihren Protagonisten zusammenfassend und ein wenig spöttisch genannt werden - scheint die christliche Botschaft kaum noch zu vermitteln zu sein.  

Einige Beispiele in den Manuskripten!

  Manuskripte

 Beispiele 

Christentum

  Islam

Judentum

 andere Religionen

Interreligiöses

 



Thomas H. Böhm:
Religion durch Medien.
Kirche in den Medien
und die "Medienreligion":
Eine problemorientierte
Analyse und Leitlinien
einer theologischen
Hermeneutik

Stephan da Re:
Religion und Kirche
in den Medien.
Die christliche Botschaft
unter den Bedingungen
der Fernsehkommunikation

Günter Thomas:
Medien, Ritual, Religion.
Zur religiösen Funktion
des Fernsehens

Elisabeth Hurth:
Religion im Trend
oder Inszenierung
für die Quote

 


Birgit Meyer/
Annelies Mors (Hrg.):
Religion, Media and the
Public Sphere

 


Hent de Vries/
Samuel Weber (Hrg.):
Religion and Media.
Cultral Memory
in the Present

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